Wissenswertes über die Geschichte des Mountainbikens


Wir alle lieben das Mountainbiken – lieben es, durch wunderschöne Landschaften zu fahren, Höhenmeter bergauf und bergab zu schrubben und uns den Wind um die Nase wehen zu lassen. Doch wisst ihr auch, wo der Mountainbike-Sport seine Wurzeln hat, wer das erste „echte“ Mountainbike gebaut hat und wann die ersten großen MTB-Rennen stattgefunden haben? Wenn nicht, dann kommen hier ein paar wissenswerte Fakten über die Geschichte des Mountainbikens, die euch sicher interessieren werden.

Die Erfinder
Die „Erfinder“ des Mountainbike-Sports waren die schon damals radsportbegeisterten Amerikaner Gary Fisher, Joe Breeze und Charles Kelly, die in Kalifornien wohnten und den nahegelegenen „Mount Tamalpais“ auf den Schotterpisten hinabbrettern wollten. Die damals zum Einsatz gekommenen „Schwinn Cruiser“ bestanden aus einem robusten und stabilen Rahmen, 26“-Felgen und Ballonreifen und verfügten weder über Gangschaltung, noch über eine Vorderradbremse. Eigentlich nicht fürs sportliche Mountainbiken gedacht, waren diese Cruiser zur damaligen Zeit jedoch die Räder, die sich am besten für den Einsatz abseits der Straße eigneten. Da diese Art von Cruisern damals aber noch extrem schwer war, nutzten Fisher, Breeze und Kelly sie deshalb fast ausschließlich für schnelle Abfahrten. Fairerweise muss man bei den ersten umfunktionierten Mountainbikes also eigentlich von Downhill-Bikes sprechen.

Das erste „echte“ Mountainbike
Das erste „echte“ und nicht nachträglich umgebaute Mountainbike wurde im Jahr 1977 von Joe Breeze in Marin Country (Kalifornien) gebaut. Charles Kelly war hier der Initiator, denn er war es leid, mit den schweren Schwinn Cruisern durchs Gelände zu fahren und gab die Anfertigung eines speziellen Geländerahmens bei seinem Freund Breeze in Auftrag. Dieser konstruierte einen Bike-Rahmen aus Stahl, der sich an der Geometrie ehemaliger Schwinn Cruiser orientierte, dabei aber sehr viel filigraner gearbeitet war. Durch das harte Material war das neu entstandene Bike sehr robust, durch seine andere Bauweise aber auch wesentlich leichter als die schwergängigen Cruiser. 

Die erste Serienproduktion
Nur vier Jahre nachdem Joe Breeze das erste Stahl-Mountainbike in Eigenproduktion hergestellt hatte und auch die Ritchey-Mountainbikes schon einen hohen Bekanntheitsgrad hatten, erkannte auch die Firma Specialized das Potential des MTB-Markts und ging 1981 mit ihrem ersten Mountainbike in Serie. Das Bike trug den Namen „Stumpjumper“ und ist mit den heutigen Mountainbikes kaum noch zu vergleichen. Dennoch sah Specialized die Möglichkeit, einen völlig neuen Markt zu eröffnen und trat so eine wahre Welle im Bereich Freizeitsport los – Mountainbiken wurde der neue „In-Sport“.

Erste Komponentengruppe
Auf den Zug des Mountainbike-Hypes sprangen 1982 auch Shimano und Suntour auf, denn die Firmen dachten sich: Was ist ein Mountainbike ohne eine voll aufeinander abgestimmte Komponentengruppe, die auch offroad standhält? So entstand die erste vollständige Komponentengruppe Deore von Shimano und Suntour, die die Massenproduktion der Mountainbikes noch ein bisschen größer und vor allem schneller werden ließ.

Die erste WM
Im Laufe der Jahre reichte es den Mountainbike-Verrückten dann nicht mehr, das Mountainbiken als reinen Freizeitsport anzusehen und die ersten kleinen Wettkämpfe, sowie auch inoffizielle Weltmeisterschaften wurden schon früh ausgetragen und in Eigenregie organisiert. 1990 war es dann die UCI, die die erste offiziell ausgeschriebene WM in Durango (Colorado/USA) ausrichtete. Erste MTB-Weltmeister der Disziplin Cross Country wurden hier Ned Overend und Julie Furtado aus den USA.

Erste Deutsche Meisterschaft
Gegen Ende der 80er Jahre war der Mountainbike-Sport dann auch in Deutschland nicht mehr wegzudenken, sodass im selben Jahr wie die WM auch erstmals eine Deutsche Meisterschaft ausgetragen wurde. Der erste Austragungsort der DM war damals Kirchzarten im Schwarzwald und die Goldmedaille holte Jürgen Sprich, der für den SV Kirchzarten an den Start ging.

Cross Country wird olympisch
Mit der stetig wachsenden Zahl an Wettkämpfen differenzierten sich auch die Bereiche des MTB-Sports immer mehr – so entstanden die MTB-Varianten Cross Country, Marathon, Downhill etc.. So konnte sich jeder Biker die Disziplin herauspicken, die ihm am besten lag – man spezialisierte sich. 1996 war der Mountainbike-Sport dann weltweit schon so populär und bekannt, dass die Disziplin Cross Country in den Kreis der Olympischen Spiele aufgenommen wurde, sodass der Sport für viele noch interessanter wurde. Im Jahr 1996 holten sich Bart Brentjens (NED) und Paola Pezzo (I) die olympische Goldmedaille im Cross Country in Atlanta.



Termine & Events

Besucherstimmen Sympatex Bike Festival 2012

Besucherstimmen Riva

Bike Festival

Mittlerweile sitzen wir wie- der im teilweise verregne- ten Deutschland, doch pünktlich zum vergangenen, langen... >> Mehr

Media

MTB Training Buch Tim Böhme Interview

MTB-Buch von Tim Böhme

MTB-Training

Der Mountainbike-Sport boomt weiterhin und immer mehr Hobby-Biker entdek- ken auch die Marathonver- anstaltungen... >> Mehr

Fitness

Argi+ Forever Sport

Nahrungsergänzung

ARGI+ FOREVER

Die Firma FOREVER hat sich auf Produkte für den Sport-, Gesundheits- und Wellnessbereich speziali- siert und stellt... >> Mehr

Touren & Reisen

Mountainbike Verbote Wald

Wegsperrungen im Wald

Verbote für MTBler

Die großen, alpinen Gebir- ge, die kleineren Mittelge- birge, aber auch eher fla- che, großzügige Waldab- schnitte werden... >> Mehr